Instagram-Daten herunterladen: die Anleitung

Deinen Instagram-Datenexport forderst du direkt in der App an: „Deine Aktivität“, dann „Deine Informationen herunterladen“. Wähle nur „Follower und Gefolgt“ und als Format JSON. Die Klickarbeit dauert etwa 2 Minuten, die Datei kommt meist innerhalb von 5 bis 30 Minuten per E-Mail.

Ein Passwort gibst du dabei an niemanden weiter.

Dieser Weg ist der einzige, der 2019 funktionierte und heute noch funktioniert – weil er kein Produktfeature ist, sondern ein Recht aus der Datenschutz-Grundverordnung.

Warum ist der Export der sichere Weg?

Weil du nichts herausgibst. Du forderst deine eigenen Daten bei Meta an und bekommst eine Datei. Kein Dienst braucht dafür deine Zugangsdaten, und niemand meldet sich in deinem Namen an.

Der Unterschied ist erheblich. Wer sein Instagram-Passwort an einen Anbieter gibt, verliert die Kontrolle über das Konto und verstößt zusätzlich gegen Instagrams Nutzungsbedingungen – im schlimmsten Fall wird das Konto gesperrt. Woran du unseriöse Anbieter erkennst, steht im Beitrag über Viewer-Betrug.

Laptop mit heruntergeladenem Archiv neben einem Smartphone

Wie forderst du den Export an?

7 Schritte, davon 2 Minuten Klickarbeit und danach 5 bis 30 Minuten Wartezeit auf die E-Mail. Schritt 6 ist der, an dem die meisten scheitern. Der sechste ist der, an dem die meisten scheitern.

Schritt 1: Profil und Menü öffnen

Tippe unten rechts auf dein Profilbild, dann oben rechts auf das Menü mit den drei Strichen.

Schritt 2: Zur Datenübersicht wechseln

Gehe auf „Deine Aktivität“ und dort auf „Deine Informationen herunterladen“. Bei älteren App-Versionen liegt der Punkt unter „Konten-Center“.

Schritt 3: Download starten

Tippe auf „Informationen herunterladen oder übertragen“ und bestätige mit „Weiter“. Wähle das Konto aus, um das es geht.

Schritt 4: Nur die Follower-Daten auswählen

Wähle „Einige deiner Informationen“, dann „Verbindungen“ und dort „Follower und Gefolgt“. Alles andere brauchst du nicht – ein vollständiger Export enthält auch Fotos und Nachrichten und wird schnell mehrere Gigabyte groß.

Schritt 5: Zeitraum festlegen

Wähle „Auf Gerät herunterladen“ und als Zeitraum „Gesamter Zeitraum“. Ein kürzerer Zeitraum liefert eine unvollständige Liste und macht den Vergleich wertlos.

Schritt 6: Format auf JSON stellen

Unter „Format“ muss JSON stehen, nicht HTML. Das ist der häufigste Fehler: HTML-Exporte sind zum Lesen im Browser gedacht und lassen sich nicht zuverlässig auswerten.

Schritt 7: Anfordern und auf die E-Mail warten

Tippe auf „Dateien erstellen“. Meta schickt dir einen Downloadlink an deine hinterlegte Adresse. Bei einer reinen Follower-Auswahl dauert das meist 5 bis 30 Minuten.

Was steht in der Datei?

Der Export ist ein ZIP-Archiv mit zwei relevanten Dateien: followers_1.json und following.json. Sie enthalten Nutzernamen, Profillinks und je einen Zeitstempel. Der Export zeigt dabei einen Zustand und keine Historie, was für die Auswertung entscheidend ist.

Angabe Enthalten Nutzen
Nutzername ja Identifikation
Profillink ja direkter Aufruf
Zeitstempel des Follows ja Reihenfolge
Klarname nein
E-Mail des Followers nein
Wer entfolgt hat nein nur durch Vergleich

Die letzte Zeile ist der entscheidende Punkt: Der Export zeigt einen Zustand, keine Historie. Wer entfolgt hat, ergibt sich erst aus dem Vergleich zweier Stände.

Wie wertest du die Datei aus?

Manuell mit einer Tabelle geht es, ist bei mehreren hundert Einträgen aber mühsam. Praktikabler ist ein Werkzeug, das beide Dateien liest und die Differenz bildet.

Der Unfollowers Tracker verarbeitet das ZIP-Archiv direkt im Browser. Die Datei verlässt dabei dein Gerät nicht und wird auf keinen Server geladen – ausgewertet wird lokal, und es fällt kein Passwort an.

Für einen echten Vergleich brauchst du zwei Exporte im Abstand von einigen Wochen. Heb den ersten also auf, sonst hast du beim zweiten Mal nichts, wogegen du vergleichen kannst.

Welche Fehler kosten dich den Export?

Vier, und alle sind vermeidbar, wenn man sie kennt.

HTML statt JSON. Der häufigste Fehler überhaupt. HTML-Exporte sind zum Lesen im Browser gedacht und lassen sich nicht zuverlässig maschinell auswerten. Das Format steht im Anfrageformular und muss ausdrücklich umgestellt werden.

Zeitraum eingeschränkt. Wer statt „Gesamter Zeitraum“ etwa das letzte Jahr wählt, bekommt eine unvollständige Liste. Für einen Vergleich zweier Stände ist sie damit unbrauchbar.

Zu viel angefordert. „Alle Informationen“ enthält Fotos, Videos und Nachrichten und kann mehrere Gigabyte groß werden. Statt 5 bis 30 Minuten wartest du dann Stunden.

Den ersten Export gelöscht. Der Export zeigt einen Zustand, keine Entwicklung. Ohne den früheren Stand gibt es keine Abgangsliste — dieser Fehler fällt erst beim zweiten Mal auf, und dann ist ein Monat verloren.

Wie richtest du eine Reihe ein?

Der Nutzen entsteht durch Wiederholung, nicht durch den einzelnen Export. Drei Gewohnheiten genügen.

Setz dir einen festen Termin, etwa den ersten Werktag im Monat. Ein wiederkehrender Kalendereintrag reicht — die Anfrage selbst dauert 2 Minuten.

Benenne die Dateien mit Datum, bevor du sie ablegst. Instagram vergibt für alle Exporte ähnliche Namen, und nach dem dritten Mal weiß niemand mehr, welche Datei welchen Stand enthält.

Und heb mindestens die letzten drei Stände auf. Damit siehst du nicht nur den letzten Monat, sondern auch, ob sich der Abgang beschleunigt — und du kannst Kohorten auswerten, also prüfen, wie viele der neu gewonnenen Follower nach 2 Monaten noch da sind.

Was steckt rechtlich dahinter?

Der Export ist kein Entgegenkommen von Meta, sondern die Umsetzung zweier Rechte aus der Datenschutz-Grundverordnung: des Auskunftsrechts nach Artikel 15 und des Rechts auf Datenübertragbarkeit nach Artikel 20.

Daraus folgt Praktisches. Meta darf dafür nichts verlangen, muss die Daten in einem maschinenlesbaren Format bereitstellen und innerhalb eines Monats liefern. Und Meta kann diesen Weg nicht durch ein Produktupdate schließen, wie es mit dem Aktivitätsfeed 2019 und mit den Schnittstellen für Drittanbieter geschehen ist.

Genau deshalb ist der Export die einzige Tracking-Methode, die seit Jahren unverändert funktioniert.

FAQ

5 Fragen zum Datenexport, die vor der ersten Anfrage nützlich sind.

Kostet der Datenexport etwas?

Nein. Das Recht auf Datenübertragbarkeit ist in Artikel 20 der DSGVO geregelt, und Meta darf dafür nichts verlangen.

Wie oft kann ich einen Export anfordern?

So oft du willst. Bei sehr häufigen Anfragen kurz hintereinander kann Meta die Bearbeitung verzögern, eine feste Grenze gibt es aber nicht.

Warum bekomme ich HTML statt JSON?

Weil im Formatfeld HTML eingestellt war. Fordere den Export erneut an und stelle das Format ausdrücklich auf JSON um.

Merkt jemand, dass ich meine Daten exportiere?

Nein. Der Export ist ein privater Vorgang deines eigenen Kontos. Andere Nutzer sehen davon nichts.

Warum dauert es manchmal Stunden?

Weil die Anfrage in einer Warteschlange landet und weil der Umfang zählt. Wer versehentlich alle Daten anfordert, wartet deutlich länger als bei einer reinen Follower-Auswahl.

Zwei Dinge entscheiden über den Erfolg: JSON statt HTML, und den ersten Export aufheben. Ohne Vergleichsstand liefert dir auch die beste Auswertung keine Namen.

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